Ankunft Windhoek Kiripotib Helmeringhausen - Namtib Niedersachsen - Swakop Usakos - Huab Etosha - Onguma Ombili Indongo - CCF Düsternbrook Ende |
|
Weiter ging die Fahrt ab Swakopmund, begleitet vom heißen Wüstensturm, nach Norden bis Hentiesbaai. Gott sei Dank konnten wir ab da die Richtung gen Osten einschlagen und immer mit Blick auf die Spitzkoppe zur Hohenstein Lodge fahren. Von dort aus wollten wir das Projekt 'Usakos Needy Children Support Organization' besuchen. |
Wir telefonierten mit Marianne, der Koordinatorin
vor Ort und verabredeten uns am Postoffice in Usakos. Nach einer kurzen Vorstellrunde lud uns Marianne zu einem Gespräch in
ihre Wohnung ein, dies nahmen wir gerne an und saßen wenig später in ihrem Wohnzimmer. Ich übermittelte herzliche Grüße vom
Verein aus Friedrichshafen und übergab ihr, die von Traudel zusammengetragenen Hefte, Stifte, Buntstifte und Radiergummis,
über die sie sich sehr freute. All' dies werde, wie sie sagte, nicht auf einmal an die Kinder verteilt, sonder ganz bedacht,
immer bei Bedarf, an Geburtstagen oder als Belohnung. So ist ein sinnvoller Umgang mit den Materialien gewährleistet.
Dann schilderte sie uns die Situation der Klasse mit 20 Schülern, denen unter anderem die Hilfe von namibiaKids e.V. zu gute kommt,
und die von Marianne betreut werden. Dies ist eine Klasse von vielen in der Hakhaseb-Schule, im Township von Usakos, die insgesamt
400 Schüler beherbergt. Diesen Kindern fehlt es an allem, was man sich nur vorstellen kann und jede Hilfe, sei sie noch so klein,
ist von großem Wert. Einmal in der Woche kocht Marianne für diese 20 Kinder in ihrer privaten Küche eine reichhaltige Gemüsesuppe,
das ist die einzige warme Mahlzeit für die Kinder. Marianne zieht das Kochen in der eigenen Küche, dem benutzen der zwei offenen
Feuerstellen auf dem Schulgelände im Wellblech-Unterstand, vor und fährt das Essen von ihrem Zuhause in die Schule. Dort kann sie
im Nebenraum der Bücherei, indem vom Verein gespendetes Geschirr und Besteck vorhanden ist, das Essen verteilen. Damit hat Marianne
einen relativ gemütlichen und geordneten Rahmen für die Mahlzeiten organisiert, was ihr, unter anderem, ein wichtiges Anliegen ist.
Eine Mahlzeit in der Woche ist jedoch 'nur' ein erster Schritt, der durch die Hilfe von namibiaKids verwirklicht werden konnte.
Die 20 Kinder in der Hakhaseb-Schule sind dafür unsagbar dankbar. Marianne sagte aber auch ganz deutlich, wie wichtig eine
kontinuierliche Hilfe ist, die Mahlzeiten an mehreren Tagen in der Woche sicherstellen kann. Auch kümmert sie sich, soweit es
ihre Zeit zulässt, um die Familien der Kinder im Township. Warum kommt z.B. ein Kind nicht in die Schule, was ist da passiert
und braucht die Familie Hilfe? Im Anschluss an unser Gespräch begleiteten sie und ihr Mann uns ins Township und führten uns
durch die Schule. Dort ist Hilfe mehr als dringend nötig und wir hoffen sehr, dass Traudel, die Vorsitzende des Vereins
namibiaKids,genügend finanzielle Unterstützung für ihre Projekte bekommt.
Zufrieden, dass ein Treffen an diesem Tag stattfinden konnte, verabschiedeten wir uns ganz herzlich von Marianne und ihrem Mann
und vereinbarten, dass sie im ständigen E-Mail Kontakt mit Traudel bleibt, damit unter anderem auf Fotos zu sehen ist,
für welche Hilfe die gespendeten Gelder Verwendung finden. |
![]() |
Auf dem Foto links sieht man das Township von Usakos
und rechts die Schulgebäude. |
![]() |
Nun kam mit jedem Tag Etosha näher. ![]()
Aber auf dem Weg dort hin lag noch die Huab Lodge, ein privates Naturschutzgebiet im Nordwesten Namibias von Suzi und
Jan van de Reep, die wir über Uis, Khorixas, Fransfontein und der D2670 erreichten. Die Zufahrt war wieder traumhaft schön,
durch tief rote Erde. Huab ist ein Naturerlebnis pur, ganz zu schweigen vom kulinarischen Erlebnis. Es bietet ruhiges und
friedliches luxuriöses Ambiente, Wellness, eine natürliche Quelle und wunderschöne Unterkünfte mit sehr freundlichen Gastgebern,
einfach zum Wohlfühlen. Leider war uns das Glück, dort Wüstenelefanten zu sehen nicht vergönnt. Vielleicht beim nächsten Mal.
Huab ist ein Naturreservat, ohne lässtige Zäune für die Tiere, auch zum Damaraland, und das ist gut so, weil die Tiere
unkontrolliert weite Wegstrecken laufen können. Gäste, die das Glück haben sie bei ihrer Wanderung zu sehen können sich echt
freuen. |
![]()
![]()
|
![]() |
| weiter |
| 2004 © ingrid pfannkuchen |